25. November 2015

Märchenstunde...

Meine Lieben,

es ist schon wieder so weit. Der Winter steht vor der Tür und Weihnachten lässt auch nicht mehr lange auf sich warten. Und da ich schon so in vorweihnachtlicher Stimmung bin, ist meine erste Weihnachtsgeschichte dieses Jahres bereits fertig!
Wer also Lust auf eine etwas andere Version von unserem geliebten Schneewittchen hat, für den habe ich genau das Richtige. :)

Viel Vergnügen und bleibt warm :)


 Ebook für
 Kindle             Tolino

27. September 2015

The Game - Utopia

Meine Lieben,

Ab heute ist der 1. Teil meiner neuen Sci-Fi-Reihe "The Game" als Kindle-Version erhältlich. Taschenbuch folgt demnächst.

Viel Vergnügen und frohes Lesen :)






The Game - Utopia

Was, wenn das Leben ein Spiel wäre? In der Stadt Utopia ist dies Realität. Das Leben eines jeden Spielers wird durch seinen Punktestand bestimmt, der ihn einem von 7 Level zuordnet. Die Regeln bestimmen, für welche Handlungen Punkte abgezogen oder gewonnen werden. Wenn man verliert, scheidet man aus. Es ist die perfekte Welt. Doch nicht für alle. 


Unerwartet gelangt eine Gruppe von fünf andersdenkenden Jugendlichen, die sich trotz aller Unterschiede gemeinsam durch das Spiel kämpfen, in Kontakt mit der geheimen Rebellenorganisation Operation New Game. Ihre Visionen von einem demokratischeren Spiel klingen verlockend. Doch welche Ziele verfolgen die Anführer wirklich? Als plötzlich einer der Freunde verschwindet, macht jemand von ihnen eine furchtbare Entdeckung. Können sie den Plan der Rebellen noch durchkreuzen und das Spiel retten? 




25. September 2015

Leseprobe aus "The Game - Utopia"

Viel Vergnügen :)


Deanna

„Hey, pass doch auf!“, schrie Dea hinter dem Fahrer des tiefergelegten, goldenen Speedcars mit den aufgemalten Angeberflammen her und zeigte ihm den Mittelfinger. „Reiches Arschloch! Wenn man nicht fahren kann, sollte man lieber seinen Autopiloten ran lassen“, rief sie, doch der Wagen war schon längst verschwunden.
Diese reichen Schnösel mit ihren schwarzen Augen und ihren hässlichen Speedcars, mit denen sie weit über dem Speedlimit bei abgeschaltetem Autopilot durch die Straßen rasten, waren ihr ein Dorn im Auge. Nur weil sie auf dem höchsten Level waren und Geld wie Heu hatten, dachten die sie könnten sich alles erlauben. Zum Glück gab es in diesem Spiel tatsächlich ab und an so etwas wie Gerechtigkeit und solch ein arroganter Fahrer kam von der Bahn ab oder verursachte einen Unfall, der sich gewaschen hatte. Bei diesen Gelegenheiten nahm sie sich gerne die Zeit, kurz anzuhalten und schadenfroh zu lachen. Da der Chip nicht den Unterschied zwischen Schadenfreude und echter Freude erkennen konnte, gab es dafür sogar noch 5 Punkte.
Sie raste mit ihrem Speedbike auf dem Mittelstreifen der fünften Fahrspur entlang und schlängelte sich geschickt durch die langsameren Speedcars. Hinter dem reichen Proll hinterherzuschreien hatte sie wertvolle Sekunden gekostet, also überfuhr sie eine rote Ampel. 210.
Niemand hupte ihr hinterher, niemand fluchte. Sie konnte sich vorstellen, wie die braven Mitspieler hinter den Autoscheiben ihr irritiert hinterherstarrten und dann wieder, als wäre nichts passiert, ihr falsches Grinsen aufsetzten.
Der kühle Fahrtwind wirbelte ihre roten Locken auf und hinterließ ein angenehmes Gefühl auf ihrer schweißnassen Haut. Das leise, unterschwellige Summen der Speedcars vibrierte in ihren Ohren, während ihr Rad geräuschlos und sanft über den ebenen Asphalt glitt.
An der nächsten Ausfahrt bog sie scharf links ab und schnitt dabei drei Spuren. Sie spürte, wie ihr Hinterrad die Stoßstange eines Wagens berührte, und genoss den Nervenkitzel, den ihr das Manöver bescherte. Während sie die gewundene Abfahrt hinuntersauste, warf sie einen Blick auf die Zeitanzeige an ihrem Speedbike. Sie lag 5 Minuten vor ihrer vereinbarten Zeit. Wenn sie Glück hatte, konnte sie sich auf Trinkgeld freuen. Wenn nicht, war es zumindest ein neuer persönlicher Rekord, es in nur 20 Minuten vom blauen in den weißen Distrikt zu schaffen, und das im morgendlichen Berufsverkehr.
Die Nord-Süd-Hauptstraße war mit Abstand die schlimmste Strecke. Vor einigen Monaten hatten sie einen Kollegen hier verloren der dachte, er könnte sich gegen einen Speedtruck durchsetzen. Sein Stunt ist atemberaubend gewesen, doch er hatte mit seinem Leben zahlen müssen. Und das auf grünem Level. Was für eine Verschwendung.
Sie verließ die Abfahrt und schloss für einige Sekunden die Augen, als sie in den weißen Distrikt einfuhr. Eine riskante Entscheidung, doch die strahlend weißen Fassaden der Wolkenkratzer, die spiegelnden Fensterscheiben der vollverglasten Bürogebäude, welche das Sonnenlicht wie Brennglas verstärkten und die Straßen in ein gleißendes Licht tauchten, sowie die Bäume, deren weiße Blätter wie tausend kleine Glühbirnen strahlten, blendeten jeden, der diesen Distrikt betrat. Sie hatte bei den Spielemachern schon des Öfteren auf die Gefahr aufmerksam gemacht, doch da dieser Distrikt von den Reichsten der Reichen bewohnt wurde und sie die weiße Reinheit und den glänzenden Schein nun einmal liebten, war da nichts zu machen.
Dea machte sich auch weniger Sorgen um ihre eigene Sicherheit, als um die der anderen Verkehrsteilnehmer. Einmal hatte sie beinahe ein Kind umgefahren, welches einfach auf die Straße gelaufen war, um ein Bonbon aufzuheben. Als sie ihre Augen wieder öffnete, hatte sie in letzter Sekunde noch das Rad herumreißen können.
Sie durchfuhr die schachbrettartig angelegten Straßen und bog dann auf den Bürgersteig, wobei sie sich eine Schneise durch die schwarzen Anzugträger schlug, die sich wie schwarze Schachfiguren von der weißen Umgebung abhoben. Ihr waghalsiger Fahrstil erntete diverse missbilligende Blicke, sie verzog ihren Mund zu einem schelmischen Grinsen und zwinkerte einem besonders entsetzt dreinschauenden jungen Mann beruhigend zu. 211.

Mit einer Vollbremsung kam sie vor dem Wolkenkratzer mit der Nummer 1670, die in überdimensionalen Zahlen digital über dem Eingang leuchtete, zum Stehen. Als sie sich dem Eingang näherte, erschien eine Liste mit allen Einwohnern des Gebäudes an der Wand direkt neben der Tür. Sie berührte den Namen des Empfängers ihrer Sendung und legte den Mitarbeiterausweis ihres Kurierservices auf das leere, rechteckige Feld, welches nun erschien. Der Name erleuchtete grün und die Tür verschwand mit einem hohen Summton seitlich in der Wand. Sie betrat das weiße Foyer und die Gummisohlen ihrer neongrünen Sportschuhe quietschten auf dem spiegelglatten Glasboden. Der Portier grüßte sie mit einem breiten Lächeln. Dea nickte ihm knapp zu, bequemte sich einen Mundwinkel hochzuziehen und rauschte an ihm vorbei in einen der Aufzüge, der sie im Bruchteil einer Sekunde in den 150. Stock hinaufkatapultierte. 

7. August 2015

Neuerscheinung: Lauf! [Thriller]

Meine Lieben,

es war mal wieder ein wenig ruhig hier. Doch das hatte einen guten Grund. Denn mein neuer Roman ist fertig!

Was mir nun bleibt, ist euch viel Vergnügen beim Lesen meines Thrillers zu wünschen! Und damit gehe ich in eine kleine Schreibpause. :)



Lauf!


Was wäre, wenn sich herausstellen würde, dass dein ganzes Leben eine Lüge ist?


Yve führt als aufstrebende Diplomatin in einer zunehmend rechtsradikalen Welt ein beschauliches und sorgenfreies Leben. Doch als sie bei einem scheinbar unglücklichen Vorfall beinahe getötet wird, beginnt sich ihr Leben langsam aber unaufhaltsam in einen furchtbaren Albtraum zu verwandeln.

Wem kann sie trauen? Wo ist sie noch sicher?

Auf der Flucht vor ihren Verfolgern erhält sie unerwartet Hilfe von einem geheimnisvollen Fremden. Schnell wird ihr klar, dass sie sich in einem Wettlauf gegen den Tod befindet. Die Frage ist nur, wird sie ihn gewinnen?





5. Juli 2015

Dinge die man tun sollte bevor man 30 wird...

Ich will es ja wirklich nicht laut aussprechen. Und schon gar nicht schwarz auf weiß hier stehen sehen. Aber was soll man machen. Man wird nun mal älter. So ist das Leben. Also lass ich es jetzt einfach raus:
Ich werde in genau einem Monat 30!
WAS??? Ich weiß, klingt schockierend...Und überhaupt... und "OH MEIN GOTT". Klingt irgendwie nach steinalt, richtig? Und was macht man, wenn man so einen Meilenstein in seinem Leben erreicht?
Ganz genau, man schreibt eine Liste. Eine Liste mit den Dingen, die man noch erledigen muss, solange man noch jung und knackig ist. Ich habe also mal das Internet durchforstet und einiges zusammengetragen. Da ich nur noch einen Monat Zeit habe, bin ich ein wenig spät dran, aber glücklicherweise habe ich schon so einiges auf dieser Liste hinter mir :)
Wollen wir also mal schauen, was noch aussteht...



  • Arbeite auf einer Farm
  • Pflanze einen Baum (nicht alleine, aber zählt)
  • Bekomme einen Eintrag im Guinness Buch für Weltrekorde (reicht es auch, wenn man es bis 30 geschafft hat ohne mental zusammenzubrechen?)
  • Mache einen Roadtrip (mehrere sogar)
  • Gehe alleine backpacken
  • Backe eine Pizza in Italien
  • Lebe ein Jahr im Ausland
  • Bereise alle 7 Kontinente (Wie komm ich jetzt schnell nach Südamerika und in die Antarktis?)
  • Dusche in einem Wasserfall
  • Fahr nach Las Vegas und erinnere dich an nichts mehr (Ist aber fest eingeplant. Lässt sich auch gut verbinden mit dem nächsten Punkt)
  • Heirate und lasse dich wieder Scheiden
  • Sehe eine der großen Pyramiden von Innen (sogar alle)
  • Gehe zu einem Wahrsager (Wieso habe ich das noch nie getan?)

  • Umarme einen Baum (auch Bäume brauchen Liebe)
  • Mache Bungee Jumping (ich finde diese veralteten Seile immer sehr ominös, ich weiß nicht...)
  • Schlafe auf beiden Hemisphären unter dem Sternenhimmel
  • Betrinke dich mit Champagner (und gebe dafür keinen Cent aus)
  • Lerne ein Instrument (und verlerne es wieder)
  • Gerate in eine Schlägerei (nix passiert)
  • Schreie so laut du kannst (bestimmt)
  • Werde erwachsen (wird wohl niemals passieren)
  • Nehme für einen ganzen Tag einen Akzent an (hmmm... isch verste'e nischt?)
  • Trage einen Betrunkenen nach Hause
  • Stehle ein Straßenschild (Verkehrszeichen "Gefahrenstelle", war verdammt schwer, hatte Hilfe)
  • Melke eine Kuh
  • Springe aus einem Flugzeug (kommt noch)
  • Singe in eine Karaokebar und blamiere dich total
  • Lasse dir ein Tattoo stechen (ich bin so langweilig)
  • Lasse dir ein Piercing stechen (Ohrringe zählen hier wohl nicht)
  • Habe eine Schönheitsoperation (also da geb ich mir aber noch ein paar Jahre...)
  • Überlebe einen Unfall
  • Schreibe ein Buch
  • Fliege ein Flugzeug (Ok, Copilot, aber zählt)
  • Breche jemanden einen Knochen (Entschuldigung noch einmal an dieser Stelle, Hannah)
  • Reite (auf einem Pferd)
  • Rasiere deinen Kopf ( so weit kommt's noch)
  • Färbe deine Haare
  • Rette jemandem das Leben (nicht dass ich mich erinnern könnte...)
  • Lerne Arabisch
  • Lerne Chinesisch
  • Gewinne im Lotto (7,77 Euro)
  • Laufe einen Marathon
  • Lerne Fahrradfahren (passt zu: Überlebe einen Unfall)
  • Mache deinen Führerschein (Vielleicht schaffe ich das ja noch, bevor ich 40 bin...)
  • Lerne Schwimmen
  • Fahre per Anhalter
  • Halte deine Füße in alle drei Ozeane (das klingt so poetisch)
  • Esse Heuschrecken (kann ich nur empfehlen, sehr lecker)
  • Laufe nackt durch die Innenstadt (In Berlin würd's vielleicht nicht mal groß auffallen, in Wien würde ich wohl von der Polizei abgeholt)
  • Gehe zu einer Hausparty, auf der du niemanden kennst und betrinke dich (genauso)
  • Breche ein Studium ab
  • Kündige einen Job
  • Habe ein Blind Date
  • Baue ein Haus
  • Fliege in einem Heißluftballon (Vor den Dingern habe ich Angst...)
  • Schwimme nachts im Pazifik, nur mit einem mexikanischen Strohhut bekleidet (Da gibts sogar noch irgendwo Fotos von...)
  • Treffe James Bond ( -->
     ignoriert mich bitte, ist schon etwas älter :D)
  • Küsse ein Känguru
  • Verbringe eine Nacht im Gefängnis
  • Belege einen Jodel-Kurs
  • Steige auf das Empire State Building
  • Rauche ein Zigarette (und stolz drauf)
  • Raube eine Bank aus (Bitte was??)
Vielleicht werde ich bis August noch einiges herausstreichen... :D

23. Juni 2015

Leseprobe zu Lauf! [Thriller]

Meine Lieben, 
ich komme gar nicht mehr zum posten :( Ich verspreche, dass ich bald wieder mehr Zeit habe, dann schreibe ich wieder fleißig Beiträge.

In der Zwischenzeit arbeite ich ein wenig an meinem Thriller, wenn auch nur mit mäßigem Fortschritt. Und da habe ich bemerkt, dass ich euch hier noch gar keine Leseprobe online gestellt habe! Für alle, die ihn noch nicht auf Facebook gelesen haben, also ein kleiner erster Ausschnitt aus meinem aktuellen Projekt. Ganz und gar uneditiert! ;)

Viel Vergnügen und lasst euch von dem Wetter nicht unterkriegen! :)


1. Leseprobe aus "Lauf!" [Arbeitstitel] (Thriller, August 2015)


“Lauf!”
Sein Gesicht spiegelte pure Verzweiflung wider. Und noch etwas anderes. Todesangst. Sie las mehr an seinen Lippen ab, was er ihr entgegenrief, als dass sie es hörte. Wie ein Trommelwirbel, der das Ende eines Liedes einleitete, prasselte der Platzregen auf den Asphalt und übertönte alle anderen Geräusche. Doch auch wenn es totenstill gewesen wäre, sie hätte nichts um sich herum wahrgenommen.
Sie sah nur Lars Gesicht, das ihr inzwischen so vertraut war wie ihr eigenes, seine Hände, die sich krampfhaft an den Rand der Brücke krallten, hörte nur das Blut, das durch ihre Adern rauschte, den stummen Schrei, der in ihrem Kopf wie eine Opernarie widerzuhallen schien.
Und sie rannte. Rannte so schnell, dass sie glaubte zu fliegen. Sie schaute nicht auf den Boden, achtete nicht auf Hindernisse und dachte nicht daran, dass sie auf dem klitschnassen Boden ausrutschen könnte. Ihr Blick war starr geradeaus gerichtet. Auf das Einzige, was ihr im Leben geblieben war. Dem einzigen Menschen, dem sie noch vertrauen konnte.
Er schrie sie weiter an, doch sie hörte nichts. Nur noch wenige Meter, dann wäre sie da. Sie würde es schaffen. Er würde es schaffen. Sie würden überleben.
Nach allem was passiert war, hatten sie es verdient, weiterzuleben. Sie würden verschwinden. Irgendwohin, wo sie niemand fand. Wo die sie nicht fanden.
Entsetzt sah sie wie die Finger seiner rechten Hand abrutschten, doch er griff tief in das Loch, das wohl ein Schutzengel in den brüchigen Asphalt geschlagen hatte und konnte sich gerade noch halten, bevor er in die Tiefe stürzte.
Nur noch 2 Meter.
Jetzt hörte sie seine Stimme. Seine Worte drangen in Fetzen zu ihr durch.
„Pass - ! Hinter - !“
Fast hätte sie ihre Hand nach ihm ausstrecken können. Nur eine Sekunde. Es hätte nur eine Sekunde gefehlt. Eine Sekunde oder einen Meter.
Sie spürte, wie sich eine starke Hand in ihren Oberarm krallte und sich die Fingernägel in ihre nackte Haut bohrten. Bevor sie reagieren konnte, durchfuhr sie ein stechender Schmerz, der von ihrer Wirbelsäule ausging und sich in ihrem ganzen Körper ausbreitete, so als würde ihr Blut zu Eis gefrieren und tausend Nadelstiche durch ihr Innerstes senden.
Sie wandte ihren Blick nicht von Lars Gesicht ab. Beobachtete, wie sich seine Verzweiflung in pures
Entsetzen verwandelte, er schrie ihren Namen, seine Augen weiteten sich und sie sah Wut in ihnen aufblitzen. Nein, nicht Wut. Hass.
Ein weiterer Stich, diesmal merkte sie förmlich, wie sich die scharfe Klinge von hinten in ihre linke Seite bohrte, spürte die warme Flüssigkeit, die langsam ihren Rücken herunterlief. Ihre Sinne waren mit einem Mal überirdisch geschärft, sie wurde sich dem heißen Atem an ihrem Nacken bewusst, dem Geruch von Hunger und abgestandenen Zigaretten, hörte den flachen Atem ihres Mörders, spürte seine nasskalte, glatte Haut an ihrer Wange. Als ein drittes Mal das Messer in ihrem Körper versank, merkte sie, wie ihr Kopf leicht wurde und ihr Blick verschwamm. Auf einmal wurde ihr ganz warm. Es war ein angenehmes Gefühl. So geborgen.
Es hatte so enden müssen. Das wurde ihr nun blitzartig klar. Es hätte niemals anders enden können. Der Tod hatte sie immer begleitet, ist ihr dicht auf den Fersen gewesen. Doch man kann nur so häufig dem unausweichlichen Schicksal entrinnen. Irgendwann musste sogar ihre Glückssträhne abbrechen. Ihr ist noch ein dramatisches Finale geschenkt worden. Doch das Ende war die ganze Zeit direkt vor ihr gewesen, hatte nur auf den richtigen Zeitpunkt gewartet.
Bevor sich ihr Bewusstsein endgültig verabschiedete, sah sie noch, wie Lars sich mit neu erweckten Kräften an der Kante hochzog, sich seine Finger in den bröckeligen Asphalt krallten. Und dann sah sie seinen Blick. Der Blick eines Killers. Denn das war er immer gewesen. Doch sie sah auch etwas anderes. Etwas Vertrautes. Etwas Beruhigendes. Etwas wie Heimat.
Mögen wir uns wiedersehen. In einer besseren Welt.
Im allerletzten Augenblick musste sie mit ansehen, wie er auf dem mittlerweile überschwemmten Boden den Halt verlor und abrutschte. Doch sie machte sich keine Sorgen um ihn. Er würde es schon schaffen. Sein Schicksal war ein anderes.
Dann wurde alles schwarz. Sie merkte noch, wie sie hinabglitt, unfähig auch nur einen Muskel in ihrem Körper zu aktivieren. Dann fiel sie auf das harte Gestein. Und dann war nichts mehr.

17. Juni 2015

Meine Top 10 Dystopien

Jeder, der mich kennt, weiß wie sehr ich Dystopien liebe. Es ist, egal ob als Roman oder Film, mit Abstand mein liebstes Genre. Angefangen hat alles im Englischunterricht mit George Orwells 1984 und im Laufe der Zeit habe ich mich durch so einige Weltuntergangsszenarien gearbeitet. Es ist schwer, eine Hitliste zu erstellen, da es so viele tolle Bücher gibt.
Aber ich habe mich entschieden und, Voilá, hier ist sie:


1. George Orwell: 1984

2. Aldous Huxley: Brave New World

3. Anthony Burgess: A Clockwork Orange

4. George Orwell: Animal Farm

5. Suzanne Collins: Hunger Games

6. Cormac McCarthy: The Road

7. Ray Bradbury: Fahrenheit 451

8. Alan Moore: V for Vendetta

9. Frank Miller: Sin City

10. Veronica Roth: Divergent


Liebt ihr Dystopien auch so gerne? Was sind eure Lieblingsdystopien?

8. Juni 2015

1. Kapitel von [unbekannt] - Leseprobe

Aus einem meiner aktuellen Projekte. Mal schauen, ob was draus wird. Bin mir noch unsicher...


Sie musste völlig umnachtet gewesen sein, als sie sich für die 10-stündige Zugfahrt entschieden hat, anstatt wie alle anderen normalen Menschen auch entspannt mit dem Flugzeug einzufliegen. Wie hatte sie annehmen können, dass die Fahrt interessant werden könnte?

Sie hatte es sich so romantisch vorgestellt. Wie sie so durch die Landschaft glitt und sich mit einem guten Buch in die weichen Polster eines komfortablen ICE-Zuges zurücklehnen könnte. Die 10 Stunden würden doch schon wie im Flug vergehen. Wer oder was hatte sie da bloß geritten?


Verstecktes Layer sichtbar machen mehr...

7. Juni 2015

Fatal Selection - Anarchie [Band 2]

Meine Lieben, es ist so weit! Schneller als erwartet habe ich den 2. Band meiner Roman-Reihe "Fatal Selection" beendet und gestern Abend an Amazon gesendet. Ich wache heute morgen auf und siehe da: Mein Buch ist schon hochgeladen und zum Kauf verfügbar!

Nun werde ich mir ein wenig wohlverdienten Urlaub gönnen und mich dann auf die Vorbereitung für das UN YPP im Herbst konzentrieren. Das heißt jedoch nicht, dass ich über den Sommer nicht an weiteren Projekten arbeiten werde. Ohne Schreiben geht einfach nicht. :) Momentan ist ein Sommer-Roman in Arbeit (nähere Infos folgen), dann geht es irgendwann auch an den nächsten Band meiner Reihe.

Jetzt geht es aber erst mal mit all den Büchern, die schon seit Ewigkeiten darauf warten gelesen zu werden, nach Balkonien.

Ich wünsche euch einen wunderschönen, sonnigen Sonntag!


Fatal Selection - Anarchie [Band 2]



"Das Schicksal eines einzigen Menschen kann ein ganzes Land in den Abgrund stürzen und die Zukunft der Menschheit für immer verändern." 

10 Jahre nach den folgenschweren Ereignissen, die Isabellas Auswahl in das Programm der Künstlichen Selektion nach sich gezogen hat, ist Berlin in einem herrschaftslosen Zustand versunken, in welchem die Bürger der Stadt die menschliche Selektion selber in die Hand nehmen. Während auf den Straßen der tägliche Kampf ums Überleben tobt, und die Reichen sich immer mehr abschotten, hält der Terror der Untergrundorganisation "GERECHTE SELEKTION FÜR DEUTSCHLAND" beide Seiten in Atem. Als die 28-jährige Taxifahrerin Emma und ihr 15-jähriger Bruder Jens zeitgleich ins Visier der GSD sowie des reichen Bankers Goldmann geraten, finden sich die beiden unfreiwillig in einem Tauziehen um die Macht im Land wieder. Sie erhalten unerwartete Hilfe, doch scheint jeder seiner eigenen Agenda zu folgen. Wem kann man noch trauen? 

--> Link zum Buch auf Amazon

All meinen treuen Lesern wünsche ich viel Freude! Feedback erlaubt :)

28. Mai 2015

Zweite Leseprobe zu Fatal Selection [2] - Anarchie

Halbzeit! Und das bedeutet: Zeit für eine neue Leseprobe. Es wird ein neuer Charakter vorgestellt: Ben. Viel Vergnügen :)



2. Leseprobe aus "Fatal Selection [Band 2] - 'Anarchie'"


Das schwache Licht schien unwirklich, ein gelblich trüber Nebel umgab die Straßen, die um diese Uhrzeit sonst schon von tiefer Schwärze umgeben waren. Es war Anfang Juli und vor 23 Uhr wurde es nicht dunkel, doch hell war es in den Häuserschluchten auch nie. Die Straßenbeleuchtung ist schon vor Jahren abgestellt worden, es gab nicht genügend Ressourcen zur Stromerzeugung. Es war wahrscheinlich auch besser so, denn dadurch sprang einem das Elend dieses Viertels nicht direkt ins Auge.
Ben lief die Hauptstraße entlang, die sich Prostituierte, Dealer und andere zwielichtige Gestalten teilten, und betrat Wolfgang's Dönerbude, ein kleiner, heruntergekommener Laden im Erdgeschoss eines grauen Wolkenkratzers. Die drei Stehtische waren voll besetzt und er nickte den Gästen beim Eintreten kurz zu. Sie kamen aus der Gegend. Man kannte sich. Ben grüßte Wolfgang, der hinter dem Tresen stand, mit einem Handschlag.
"Deiner is' schon fertig. Bist heut 'nen paar Minuten spät dran, wa'?", fragte Wolfgang mit seiner verrauchten, kratzigen Stimme und legte ihm einen riesigen, in Alufolie verpackten Döner auf die Theke. Extra Knoblauch, extra Chili und extra Fleisch. Ben musste annehmen, dass es Straßenhund war, doch solange es schmeckte und ihn satt machte war ihm das egal. Er drückte ihm eine Mark in die schmutzige Hand und nahm sein Abendessen.
"Meine Nachbarin hat mich aufgehalten", gab er als Antwort zurück.
"Ach, die aufdringliche Hure?" Wolfgang nahm ein langes Messer und begann langsam das angekokelte Fleisch von dem sich endlos drehenden Spieß zu schneiden.
Ben musste grinsen. "Genau die."
"Junge, wenn du sie nich' willst, schick sie zu mir! Ich bin total blank und wenn mir's eine umsonst besorgt, hab ich 'ne Ausgabe weniger diesen Monat." Er nahm ein Stück von dem Hundefleisch und stopfte es sich in den Mund.
"Ich werd sie mal fragen."
"Ja aber wirklich jetz', Junge. Tztz, wer nich' will der hat schon, wa‘?" Er lachte schallend und es flogen Bröckchen von Fleisch und Spucke aus seinem Mund.
"Schau dir doch den Burschen mal an, Wolfi, natürlich hat der schon!", rief Karl, einer der Männer von Tisch Zwei. Er wohnte im gleichen Gebäude wie Ben und kam manchmal vorbei um sich an seinem Fernseher Boxkämpfe anzusehen.
Die anderen fingen rasselnd an zu lachen, bis der Laut in ein Röcheln und dann in die ersten Hustenanfälle überging. Es wurde heutzutage geraucht was den Leuten unter die
Finger kam, da machte die Lunge irgendwann nicht mehr mit.
"Mann genießt und schweigt", sagte Ben und klopfte Karl auf den Rücken. "Und du solltest bei deinen Aktivitäten lieber mal ein wenig kürzertreten, bist ja auch nicht mehr der Jüngste."
"Wo er recht hat, hat er recht, Karl!", rief Rüdiger, der offensichtlich Probleme hatte Luft zu bekommen.
"Ach, haltet doch das Maul. Lieber sterb ich an 'nem Herzinfarkt auf 'ner Hure, als mir irgendwann meine Lunge krümelweise auszuhusten. Ich weiß, du hast die Option gar nich‘ erst, also kannste auch gar nich' mitreden", murrte Karl und versuchte sich mit seinen zittrigen Händen den Zigarettenstumpf wieder anzuzünden.
"Ich hatte schon meine erste Hure, da hast du noch in die Windeln geschissen", gab Rüdiger zurück und machte mit seinen verschwitzten Handinnenflächen feuchte Furzgeräusche.
Ben hielt es für besser sich aus dem Staub zu machen, bevor die Diskussion wieder ausartete und er die halbe Nacht damit verbringen musste die alten Streithähne auseinanderzuhalten. Er verabschiedete sich schnell und verließ den Laden. Er zog die ehemalige Glastür, die nun von mehreren Lagen Staub belegt war und keinen Blick mehr durchließ, hinter sich zu und bog nach rechts ab.
Er lief durch die Unterführung der U-Bahn-Station Ostkreuz, vorbei an den altbekannten Dealern und Schwarzhändlern. Er wäre geschockt, wenn er hier mal ein neues Gesicht sehen würde. Die Anwohner dieser Gegend waren sehr territorial und wenn jemand Neues versuchen sollte sich auf einer der Straßen rund um den Bahnhof zu etablieren, würde er schneller mit einem Messer im Rücken am Bordstein liegen als er bis drei zählen konnte.
Ben wohnte hier schon sein ganzes Leben lang. Früher mit seinen Eltern und seiner fünf Jahre jüngeren Schwester, bis er schließlich alleine übrig geblieben war. Seine Mutter verließ ihn als Erstes, entschied sich für den Freitod als er 14 war. Sie erhängte sich mit einer ihrer dehnbaren Strumpfhosen im Bad, baumelte über der Wanne als er gerade aufs Klo wollte.
Seinen Vater schmiss er raus als er 18 wurde. Hätte er es schon früher gekonnt, hätte er es getan. Seine Schwester blieb am längsten. Sie starb mit 15 an der Überdosis irgendeiner zusammengemischten Droge, die sie einem Dealer abgekauft hatte, der sich später wünschte, dass er sie nie getroffen hätte. Ben war nicht zimperlich gewesen und hatte ihm einen langsamen und qualvollen Tod bereitet. Normalerweise tötete er schnell, er hatte kein Verlangen danach seine Opfer leiden zu sehen. Er hatte nie aus Vergnügen getötet. Er tötete aus Rache. Oder aus Liebe. Seine Schwester war der letzte Mensch gewesen, den er geliebt hatte. Nachdem er den letzten Verantwortlichen für ihren Tod ausfindig gemacht hatte, war auch sein Rachefeldzug beendet gewesen. Das war vor sechs Jahren.
An einem Punkt, an dem er nichts mehr gehabt hatte, wofür es sich zu leben lohnte, traf er Sven. Er war ehemaliger Profi-Boxer und hatte seine besten Jahre schon hinter sich. In einem Kellerraum am Ostkreuz führte er seinen eigenen Box-Klub, wo er junge Leute trainierte, die sich auf der Straße verteidigen mussten oder ihre Aggressionen unter Kontrolle bringen wollten. Er las Ben bei einem seiner Raubüberfälle auf und lud ihn zu einer Probestunde ein. Da er kein Geld hatte, ließ Sven ihn kostenlos an seinen Sandsäcken üben. Für ihn war es das ideale Ventil, um seine Trauer und seinen Hass auf eine nicht-zerstörerische Art und Weise unter Kontrolle zu bringen. Daher blieb er. Als Sven im Alter von 208 starb, vermachte er ihm seinen Klub. Seit drei Jahren führte er diesen nun mit großem Erfolg und der Andrang war enorm. Er spezialisierte sich auf die schwierigen Fälle, er wollte so viele Kids wie möglich aus der Gewaltspirale der Straße ziehen, waren es nun Opfer oder Täter.
Der Box-Klub befand sich im ersten Wolkenkratzer hinter dem Bahnhof. Er schloss die schwere Stahltür auf und ließ sie hinter sich ins Schloss fallen. Direkt neben der Eingangstür befand sich seine Wohnung. Sie war klein und durch die Lage im Erdgeschoss recht hellhörig, vor allem nachts hörte er die Pistolenschüsse an seinen Wänden widerhallen. Er verdiente mit seiner Arbeit als Boxtrainer sehr gut und könnte sich etwas Besseres leisten, doch hier wohnte er geradewegs über seinem Studio, mit seinen Nachbarn kam er gut zurecht und alles, was er zum Leben brauchte, war in unmittelbarer Nähe. Also blieb er.
Er betrat seine Wohnung und ließ die Haustür offen stehen, da gleich einige seiner Kids zum Training kommen würden. Er hatte keine Feinde. Nicht in dieser Gegend. Viele hatten seinen Rachefeldzug am eigenen Leib zu spüren bekommen und wussten, dass man sich mit ihm lieber nicht anlegte. Er zog seine schwarzen Lederstiefel aus, ließ sich auf sein Sofa fallen und überschlug die Beine auf dem kleinen Tisch. Dann packte er den Döner aus, nahm seinen Kriminalroman in die Hand und lehnte sich entspannt zurück. Er war fast fertig, als er einen Schatten aus dem Augenwinkel wahrnahm.

26. Mai 2015

Meine Lieblingsbücher(4): George Orwell - 1984



George Orwell - 1984

Dystopien sind meine Seelennahrung. Klingt ein wenig psychisch-gestört, ist aber so. Gebt es zu, jeder hat so seine dunklen Seiten. Ich liebe Dystopien und ich lese sie alle. In letzter Zeit (und dank Kindle Unlimited, da ich ja noch nicht genug Dinge habe, die mich von der Arbeit ablenken) lese ich auch vermehrt viele NoName Autoren (vielleicht schreibe ich demnächst mal ein paar Rezensionen, es sind nämlich einige richtig Gute darunter). Aber der unangefochtene Klassiker, meiner Meinung nach, ist 1984 von George Orwell. Das erste Mal habe ich das Buch in meinem Englisch-Leistungskurs gelesen und es war die einzige Pflichtlektüre, die ich gerne gelesen habe. Sogar regelrecht verschlungen (und ich war wirklich alles andere, als eine gute Schülerin). Ja, ich war tatsächlich schon vor allen anderen fertig und habe mir dann noch den Film reingezogen. Der übrigens auch sehenswert ist. Glücklicherweise ist 1984 am Ende doch nicht wahr geworden (zumindest nicht so richtig), wäre ja auch schlimm, wenn Dystopien plötzlich Wirklichkeit werden. Das würde sich dann Realität nennen. Und wäre nur noch halb so spannend. Wer also bisher noch nicht zu George Orwell durchgedrungen sein sollte (shame on you), zögert keine Sekunde. 
Nur so am Rande: Meint ihr nicht auch, es ist an der Zeit für eine Neuverfilmung? In Zeiten von Hunger Games und co. würde es doch super reinpassen. Vielleicht wird mein Wunsch ja irgendwann erhört... :)

25. Mai 2015

Meine Lieblingsbücher(3): Stephen King - The Shining


Stephen King - The Shining

Und die Nr. 3 auf der Liste meiner Lieblingsbücher!

Kennt ihr die Szene aus "Friends", in der Joey das Buch "The Shining" in das Kühlfach legt, weil er sich zu sehr fürchtet weiterzulesen? Das hätte ich damals auch mal machen sollen. Aber so wie ich bin, musste ich es natürlich noch mitten in der Nacht auslesen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich wochenlang Alpträume hatte. DROM, DROM, DROM (damals war mein Englisch noch ziemlich rudimentär ;) ), überall habe ich mit Blut gekritzelte Buchstaben gesehen, bin durch endlose Flure gerannt und habe dieses nicht enden wollende Geräusch des Heizkessels gehört. Wenn ein Buch so etwas mit dir macht, weißt du das es verdammt noch mal gut ist. Ich muss gestehen, ich habe es nur 2 mal gelesen, einmal auf Deutsch und einmal auf Englisch, ich bin ein kleiner Schisshase :D Aber jetzt, wo ich es wieder ausgegraben habe, denke ich darüber nach mir den Horror noch einmal anzutun. Und vielleicht ist es ja beim dritten Mal gar nicht mehr so schlimm....

24. Mai 2015

Meine Lieblingsbücher(2): George R.R. Martin - A Song of Ice and Fire (Game of Thrones)


George R.R. Martin - A Song of Ice and Fire

Selbstverständlich habe ich sie alle. Und das mit Recht. Es ist die einzige Buchreihe, die ich tatsächlich schon vor ihrer Verfilmung gelesen habe und ich dachte immer: Also wenn das nicht von Hollywood aufgekauft wird, dann weiß ich auch nicht. Fantasy ist mit Abstand mein liebstes Genre (Sci-Fi zähle ich mal dazu) und daher bin ich ziemlich anspruchsvoll. Was nicht heißen soll, ich hätte nicht auch Wolfgang Hohlbein verschlungen, als ich jung war (Was ist eigentlich verkehrt mit Hohlbein?). Niemand schreibt meiner Meinung nach besser, detailgetreuer und gewaltiger als Martin. Die HBO Verfilmung wird den Büchern gerecht und vieles wurde 1 zu 1 umgesetzt, doch sie kann ihnen nicht das Wasser reichen. Und, wie wahrscheinlich den meisten Fans der Bücher, gefällt mir der aktuelle Weg, den die Serie einschlägt nicht (Sansa, Theon, WO IST GRIFF, PRINZ AEGON??, Catelyn Stark???). Aber zum Glück haben wir ja die Bücher, nicht wahr? Wobei leider der nächste Band schon seit Jahren auf sich warten lässt (ich erwarte ihn ehrlich gesagt nicht vor 2016, eher später). Aber - solange ich den letzten Band gelesen habe, bevor ich ins Gras beißen muss, bin ich ein glücklicher Mensch :)

Achja, und mein Lieblingscharakter: Tyrion Lannister

In diesem Sinne:


23. Mai 2015

Meine Lieblingsbücher(1): Jane Austen - Emma

Ich liebe Bücher. Selbstverständlich, ich bin Autorin. Und weil ich Bücher so sehr liebe, habe ich eine ganze Reihe Lieblinge. Um ehrlich zu sein habe ich 3 Umzugskartons und einen 3-türigen Schrank voller Lieblinge. Und das, obwohl ich entweder auf dem Kindl lese, oder mir meine Bücher in meiner geliebten Stadtbücherei ausleihe. Zum Glück fällt es mir nicht schwer, Entscheidungen zu treffen und deswegen habe ich gerade mal 10 Werke rausgesucht, die die Liste meiner Lieblingsbücher anführen. 

Und die absolute Nr. 1, ungeschlagen und ohne schlechtes Gewissen:





Jane Austen - Emma

Natürlich könnte ich im Grunde alle Jane Austen Romane in den Top 10 unterbringen (ok, Sense and Sensibility vielleicht nicht, damit bin ich nie richtig warm geworden), aber ich habe mich mal auf meinen allerliebsten beschränkt. Ich denke es liegt an der Protagonistin. Emma hat so eine lebensfrohe, selbstbewusste und lustige Art, die einfach nur liebenswert ist. Und Mr Knightly ist, hach, was soll ich sagen... ;) Ich weiß nicht wie oft ich das Buch inzwischen schon gelesen habe, aber es geht langsam in den 3-stelligen Bereich. Wisst ihr, ich lese nicht viele romantische Romane. Ich bin eher der Typ Thriller, Dystopie und Weltuntergang. Normalerweise schlafe ich schon auf den ersten Seiten ein, wenn ich lese "Sie sah seinen braungebrannten, muskulösen Oberkörper, blickte in seine feurigen, grünen Augen und wusste - sie war ihm hoffnungslos verfallen..." (hoffentlich ist das nicht aus einem meiner Bücher...). Daher muss ich Jane Austen ein riesiges Kompliment aussprechen, dass sie es mit einem Liebesroman an die Spitze meiner Liste geschafft hat. Ich ziehe den Hut vor dieser Frau! Und bitte - schaut nicht nur die Verfilmungen, lest das Buch. Es ist sooo viel besser!

21. Mai 2015

Leseprobe Fatal Selection [2] - Anarchie

Zeit für eine kurze neue Leseprobe!

Ich schreibe gerade an der Fortsetzung von Fatal Selection und hoffe, dass ich im Juni/Juli fertig werde. Der zweite Teil setzt 10 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils ein. Es werden einige neue Charaktere auftauchen und die Atmosphäre wird wesentlich düsterer sein.

Lasst euch überraschen!



Leseprobe - FATAL SELECTION [Band 2] - Anarchie

Prolog


Sie spürte seinen heißen Atem an ihrem Nacken, schon bevor sich seine glitschigen Finger auf ihre Schulter legten. Ihr Instinkt übernahm die Kontrolle, Adrenalin schoss durch ihre Adern. Im Bruchteil einer Sekunde zog sie ihr Messer aus der Vordertasche ihrer Jeans, wirbelte herum und stieß zu. Die Scheide glitt geräuschlos durch die Haut und versank bis zum Schaft im Oberkörper ihres Gegenübers. Zur Sicherheit drehte sie es einmal um sich selbst und zog es mit einem Ruck wieder heraus. Sie sah ihm in die Augen. Sie waren gerötet und trübe, das Augenweiß war gelblich verfärbt und von Adern durchzogen. Ein Junkie.
Er schaute verdutzt an sich hinab und hob die zittrigen Hände zu seiner klaffenden Wunde, aus der das Blut langsam aber stetig auf den dreckigen Asphalt tropfte. Erst schaute er auf seine blutigen Hände, dann hob er wieder den Blick. Er wirkte völlig abwesend, als würde er nicht verstehen was mit ihm passierte. Im letzten Augenblick riss er die Augen auf, so als würde das eben Geschehene zu ihm durchdringen, doch das Licht verschwand schon aus seinen Augen.
Als er zu Boden ging drehte sie sich um, zog ein Taschentuch aus ihrer Hosentasche, säuberte ihr Messer und warf das blutige Tuch in den Bordstein. Sie verstaute es wieder sicher und setzte ihren Weg fort.
Niemand beachtete sie oder die Leiche auf dem Gehweg. Irgendwann würde die Polizei sie abholen. Oder auch nicht.
Sie ging langsam die Straße entlang. Es war eine unerträgliche Hitze. Sie konnte sich nicht erinnern wann es das letzte Mal geregnet hatte. Ihr nickten ein paar Jugendliche zu, Stammgäste in ihrer Bar. Es war nur ein Junkie. Der wollte bloß Geld oder Stoff oder eine Spritze. Sie dachte an seinen verschwommenen Blick, seine schmächtige Statur und seinen hilflosen Gesichtsausdruck. Selbst wenn er es gewollt hätte, er hätte dich niemals töten können.
Sie tötete keine wehrlosen Menschen. Sie tötete überhaupt nicht gerne. Es war etwas das man tun musste, um selber zu überleben. Doch sie tat es auch aus einem anderen Grund. Sie tat es, weil ihre Schuldgefühle sie sonst von innen her auffraßen.
Heldin der Straße, so nannten die Leute sie in der Nachbarschaft. Sie hielten sie für einen Schutzengel oder Superwoman höchstpersönlich. Er hätte sich nicht von hinten anschleichen sollen. Da hätte jeder zugestochen.
Sie strich sich eine braune Haarsträhne hinter das Ohr, die vor Luftfeuchtigkeit und Schweiß auf ihrer Wange klebte. Wenn die Leute wüssten wer sie wirklich war, würden sie sie wahrscheinlich öffentlich exekutieren. Denn sie war diejenige, die für diese alltägliche Hölle verantwortlich war.

19. Mai 2015

Pummel und der falsche Affenmord

Ich habe heute morgen beim Frühjahrsputz (Prokrastination vom Feinsten) in den Tiefen meiner Rümpelkammer ein paar Geschichten gefunden, die ich als Kind geschrieben habe. Teilweise kamen mir die Tränen vor Lachen. Hauptsächlich wegen den furchtbaren Rechtschreibfehlern und der unterirdischen Grammatik :D 

Ich habe euch mal eine davon rausgesucht, Fehler grob entfernt. Falls euch langweilig ist und ihr etwas zum lachen braucht, viel Spaß ;)

(Ich war übrigens 10, also bitte Nachsicht...)


Pummel und der falsche Affenmord

"Es war der erste Tag nach den Sommerferien und alle Mädchen des Kautner-Mädcheninternats erzählten von ihrem Sommerurlaub", fing Maria's Mutter an zu erzählen. 

Maria hatte ihre Mutter Sandra, genannt Sanny, gebeten, ihr etwas aus ihrer Kindheit zu berichten.  
"Natürlich, ich erzähle dir die Geschichte von dem falschen Affenmord", hatte sie begeistert ausgerufen. 
"Die hört sich spannend an, erzähl' sie bitte!", hatte Maria sie angefleht. 
Dann hatten sie es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht, sich Cola und Schokoplätzchen geholt und Sanny hatte zu erzählen begonnen. 

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