27. April 2015

Ireland - Dublin - Kilkenny

Ich bin zurück! Leider habe ich auf meinem Kurztrip nach Irland keine Zeit für meinen Blog gefunden, dafür habe ich euch aber ein paar Fotos aus diesem wunderschönen Land mitgebracht. Ich kann euch nur sagen, wenn ihr noch nicht wisst wohin ihr in den Urlaub fahren wollt, entscheidet euch doch mal für die Inseln! So wunderschöne Landschaften, unheimlich freundliche Menschen und - natürlich - Bier und Whiskey und urige Kneipen.

For my dear English-speaking friends: I have been to Ireland the last couple of days and came back with a bunch of pictures of this beautiful country. If you ever find the time, please visit those breathtaking islands with their friendly and welcoming people, amazing landscapes and - of course - beer and whiskey and great Irish music.


Voilà!







                


                             












18. April 2015

Ich liebe... Citybike Wien


File:Wien siebter bezirk 01.03.2013 16-27-31.JPGEine ganz wundervolle Erfindung Wiens sind die kostenlosen Stadt-Fahrräder. Hop on and drive. Einfacher geht es nicht. Immer wenn ich in Berlin bin, vermisse ich diese sehr praktische Fortbewegungsmöglichkeit. Natürlich ist man jetzt in Berlin mit dem Fahrrad auch nicht so schnell von A nach B wie im überschaubaren Wien. Trotzdem ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich den Radfahrern auf der Schlossstraße  neidische Blicke zuwerfe. Jetzt sagt ihr bestimmt: Kauf dir doch dein eigenes Fahrrad. Aber nachdem mein viertes Fahrrad in Folge in all seinen Einzelteilen geklaut wurde (ok, einmal haben sie mir den Rahmen gelassen), habe ich es aufgegeben in Berlin ein Fahrrad besitzen zu wollen. In die Wohnung hinauftragen ist im 6. Stock Altbau ohne Aufzug auch nicht gerade eine attraktive Option.

Lasst mich erklären, wie das ganze in Wien funktioniert: Man geht zu einem der zahlreichen Rad-Stationen, tippt Name und Adresse und die Daten seiner Kreditkarte oder, falls man eine hat, seiner österreichischen Bankomat-Karte ein, und schon kann es losgehen. Die erste Stunde ist gratis, danach kostet jede angefangene neue Stunde 1 €. Dies kann man umgehen, indem man das Rad nach einer Stunde abgibt, 15 Minuten zur nächsten Station läuft oder ein Eis essen geht und dann ein neues Bike holt, so beginnt eine neue Gratis-Stunde.

Bei all den Vorteilen, die so ein kostenloses Hop-on Hop-off Bike mit sich bringt, gibt es natürlich auch Dinge, die nicht so besonders angenehm sind. Doch mit ein paar Tipps und Tricks lässt sich das Beste aus dem Service herausholen. Lasst mich meine langjährige Erfahrung mit dem Vienna Citybike mit euch teilen:

  • Meide an Wochenenden und Feiertagen unbedingt die Stationen rund um den Ring. Die Touristenanstürme sind unberechenbar und bevor ich eine geschlagene Stunde warten muss bevor jemand, der weder deutsch, noch englisch, noch französisch lesen kann, endlich seine Adresse eingetippt hat und dann merkt, dass er seine Kreditkarte vergessen hat, gehe ich lieber zu Fuß.
  • Nehmt unbedingt ein neues Fahrrad, unschwer am Sattel und Allgemeinzustand zu erkennen. Am besten sind die gelben von der Ersten Bank oder die lila-farbenen von Vösslauer. Ihr wollt nicht plötzlich bei Rot auf einer mehrspurigen Kreuzung stehen, weil eure Bremsen nicht funktionieren ( oder auch schwungvoll den Donaukanal runter). Auch ist es verdammt unangenehm bei voller Fahrt plötzlich mit dem Allerwertesten mehrere Etagen tiefer nach unten zu rasen, weil der Sattel kaputt ist. Oder sich die ganze Zeit im 1. Gang abstrampeln, weil man zu spät merkt, dass irgendein Idiot die Gangschaltung abgerissen hat. Alles schon passiert...
  • Ihr wollt früh am Sonntag morgen von eine Party im 1. Bezirk nachhause radeln? Nope. Du wirst kein Fahrrad finden, die stehen nämlich allesamt in den äußeren Bezirken. Von Radlern die weniger lange durchgehalten haben als du. 
  • Akzeptiere, von normalen Radfahrern mit hämisch lächelndem Blick überholt zu werden. Du fährst kein Rennrad und versuche gar nicht erst mitzuhalten. Es könnte dich die Fahrradkette kosten (und deine neue Jeans). 
  • Vermeide Straßen und bleibe lieber auf deinem Fahrradweg. Viele der Räder fahren in Schlangenlinie und man sollte es immer vermeiden den Wiener Autofahrer noch zusätzlich zu provozieren. Der fährt nämlich auch so schon wie eine gesenkte Sau. Hüstel, hüstel...

Ich wünsche euch eine frohe und beschauliche Fahrt!

In diesem Sinne

14. April 2015

Der Fluch der Prokrastination

Ok, Late-Night Post. Aus aktuellem Anlass. Damit ihr gleich wisst, worum es geht: Ich bin leidenschaftliche Anhängerin der Prokrastination. Schon immer gewesen. Wie viele Nächte habe ich mir mit Hausarbeiten, Essays, Artikeln und Abschlussarbeiten um die Ohren geschlagen, nur weil ich mal wieder alles bis zum letzten Moment vor mir hergeschoben habe. Ich erinnere mich noch heute an den Tag, als ich meine Bachelorarbeit im Prüfungsamt einreichen musste. Deadline war Punkt 12 Uhr, ich schrieb die letzten Sätze in der U-Bahn zwischen Heidelberger Platz und Thielplatz. Dem armen Mann im Kopierladen machte ich unmissverständlich klar, dass mein Leben von ihm abhängen würde. Außer Atem und durchgeschwitzt stürmte ich um 11:57 in das Büro und knallte die 3 Exemplare auf den Tisch. Die Blicke der Beamtin werde ich nie vergessen.
Tatsächlich habe ich es am Ende jedesmal geschafft, meine Arbeiten pünktlich abzugeben. Offensichtlich blühe ich erst unter abnormem Druck so richtig auf. Da ich furchtbar faul bin (Ich glaube ja nicht an Sternzeichen, aber man sagte mir da würde der Löwe in mir zum Vorschein kommen), ist Stress mein bester Freund. Ich wünschte mir trotzdem manchmal, dass ich nicht so leicht abzulenken wäre. Und manchmal denke ich darüber nach, was ich wohl alles im Leben vollbringen könnte wenn ich mehr von dem tun würde was ich sollte, als all die anderen Dinge, welche mir in dem Moment attraktiver erscheinen.


Die Dinge, die ich tue wenn ich prokrastiniere:

  • Meine Haare flechten
  • Die Turteltauben auf dem Dach gegenüber beobachten
  • Den Kühlschrank aufmachen, sehen dass nichts Essbares da ist
  • Die Tiefkühltruhe aufmachen und nur eine alte Packung Grünkohl im Fach liegen sehen
  • Den Vorratsschrank aufmachen und realisieren, dass ich einkaufen gehen sollte
  • Einkaufen gehen
  • Shopping-Queen schauen und mich über die Kandidatinnen lustig machen
  • Meine Socken sortieren und die traurige Gewissheit bestätigt bekommen, dass irgendwie keine zur anderen passt
  • Einen sinnlosen Blog-Eintrag verfassen, so wie diesen hier
  • Die Tastatur meines Laptops säubern
  • Mein gesamtes Mobiliar verschieben, nur um es nachher wieder zurückzustellen
  • Meine Augenbrauen zupfen
  • Zu DM gehen und schauen, was es Neues im Sortiment gibt
  • Bei DaWanda Schmuck bestellen, den ich nicht brauche und für den ich auch eigentlich kein Geld habe
  • Duschen
  • Bloopers von Serien schauen, die ich nie gesehen habe
  • Espresso trinken
  • Und vielleicht noch einen
  • Darüber nachdenken, was ich hier eigentlich mache und ob mein Leben einen höheren Sinn hat
  • Meine Fußnägel lackieren
  • Aus den letzten, leicht angegammelten Resten meines Obstkorbes einen Smoothie machen
  • ....

Ihr seht worauf ich hinaus will. Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr abgelenkt. Ihr wisst schon, von dem was ihr eigentlich tun solltet...

13. April 2015

Rezept der Woche: Taboulé Salat

Heute möchte ich euch meinen absoluten Lieblingssalat vorstellen. Ich habe vor einigen Jahren eine zeitlang in Ägypten gearbeitet und bin der dortigen Kulinarik sofort verfallen. Unser einheimischer Koch war ein Gott und ich hatte das Glück häufig bei Ägyptischen und Nubischen Familien eingeladen zu werden. Ich habe in dieser Zeit so gut gegessen, wie selten in meinem Leben und konnte das ein oder andere Rezept mitnehmen.
Der Taboulé Salat oder bei uns auch Bulgur-Salat ist ein Klassiker und schmeckt jetzt im Frühling besonders gut, da er sehr frisch schmeckt und viele Vitamine liefert. Ich verspreche euch, er ist ein Hit auf jeder Grillparty und kann super zu einem Picknick mitgenommen werden. Hier das Traditions-Rezept einer lieben Ägyptischen Freundin, ich hoffe es schmeckt euch so gut wie mir:





Zutaten:
  • frische Petersilie 
  • feste Tomaten
  • Gurken (am besten die kleinen. da sie mehr Geschmack haben)
  • Zwiebel
  • Bulgur
  • Olivenöl
  • Zitrone oder Zitronensaft
  • Minze
  • Zimt
  • Salz und Pfeffer nach Bedarf
Zubereitung

Bulgur in einer Schale mit Wasser aufquellen lassen. In der Zwischenzeit Tomaten, Gurken und Zwiebeln in feine Stückchen schneiden (je kleiner desto leckerer). Aus der Gurke entferne ich die Kerne, da sie im Salat so labbrig sind. Je nach Salatmenge 1-3 Bund Petersilie (ruhig großzügig. denn die Petersilie sollte mengenmäßig überwiegen) mit einem großen Messer sehr fein hacken. 1-2 Esslöffel Olivenöl mit ein wenig frisch-gehackter Minze, Zimt (die Araber sind hier sehr verschwenderisch, wer es nicht so dominant mag nur wenig nehmen) und wer mag Salz und Pfeffer in der Salatschüssel verrühren. Das Gemüse und den fertigen Bulgur zum Dressing geben, umrühren und nach und nach Zitronensaft dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Es darf ruhig sauer werden, dadurch schmeckt der Salat so wunderbar erfrischend. Fertig! Den fertigen Salat kann man auch super einige Tage im Kühlschrank aufbewahren!

Guten Appetit! :)

12. April 2015

Leseprobe Fatal Selection [Band 1] - Der Anfang

Ich wünsche euch viel Freude mit einer kleinen Leseprobe aus meinem aktuellen Manuskript. 


Die Espresso-Maschine piepte und Isabella stellte eine Tasse unter den Ausguss. Sie erhöhte die Koffeinstärke auf das Maximum und drückte den Startknopf. Der Geruch von frisch gemahlenen Kaffeebohnen erfüllte den Raum. Sie nahm die Briefe in die Hand und schaute, ob etwas für sie dabei war. Tatsächlich waren zwei Briefe an sie adressiert. Neugierig drehte sie den Ersten um und las den Absender. Er war von der Ludwig-Universität. Isabella nahm ihre Espressotasse und trank einen großen Schluck. Sie wusste nicht recht, was sie tun sollte.
Abwarten oder Aufmachen. Abwarten oder Aufmachen.
Ihre Hände zitterten leicht, als sie die leere Tasse wieder unter den Ausguss stellte und eine weitere Ladung Espresso einlaufen ließ. Wenn sie ihn jetzt öffnete, wusste sie es gleich.
Absage oder Zusage.
Sie prüfte, wie schwer der Brief war. Mehrere Seiten Papier. War das ein gutes Zeichen? Sollte sie lieber warten, bis ihre Eltern nach Hause kamen? Oder Sarah als mentale Unterstützung anrufen? Sie kippte die zweite Tasse Espresso hinunter.
„Ok, tief durchatmen“, sagte sie sich, „wenn ich nicht genommen wurde, geht die Welt nicht unter. Alles halb so schlimm.“
Das stimmte natürlich nicht. Solch eine Chance war einmalig und würde nicht wiederkommen. Man durfte sich nicht ein zweites Mal bewerben. Wenn sie eine Absage bekam, musste sie sich an einer der Massenunis bewerben. Ihr wurde schlecht bei dem Gedanken an die überfüllten Hörsäle und das schlimme Kantinenessen.
„Ich muss es wissen“, sagte sie sich und riss den Umschlag mit ihren perfekt manikürten Fingernägeln auf. Sie entnahm mehrere Seiten, faltete sie langsam auseinander und schloss ihre Augen. Sie atmete noch einmal tief ein und aus, um ihren Herzschlag zu beruhigen. Ihre Yoga-Lehrerin wäre stolz auf sie. Sie öffnete langsam ihre Augen und begann, den ersten Satz zu lesen.

„Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, ...“

Oh – mein – Gott. Isabella sprang hoch, stieß einen Freudenschrei aus und warf fast ihre Tasse aus feinstem Porzellan auf den Boden. Sie widmete sich wieder dem Brief und las den Rest. Sie hatte es geschafft, der Ausschuss hatte sie ausgewählt und sie konnte sich für das nächste Jahr in ihrem Wunschfach einschreiben. Sie konnte es kaum fassen. Fast weinte sie vor Glück, und sie weinte niemals. Sie fing an durch die Küche zu tanzen und vor sich hinzuträllern. Sie war sich sicher, dass dies der beste Tag ihres Lebens werden würde.
Sie musste sofort Sarah anrufen.

Sie nahm ihr Handy vom Tisch und ihr Blick fiel auf den zweiten Brief, der an sie adressiert war. Den hatte sie in der ganzen Aufregung völlig vergessen. Sie scrollt auf ihrem Handy zu Sarahs Nummer, während sie den Brief umdrehte und einen Blick auf den Absender warf. Sie wollte sich gerade das Handy ans Ohr halten, als sie mitten in ihrer Bewegung innehielt. Auf der Rückseite des schneeweißen Briefes leuchtete ihr das Wappen der Regierung entgegen.